Das Massaker von Butscha ereignete sich während der russischen Besatzung der Vorstadt von Kiew zwischen Februar und März 2022. Nach dem Rückzug der russischen Streitkräfte am 31. März wurden Hunderte von Zivilleichen entdeckt, viele mit Folterspuren, gefesselten Händen und Schusswunden aus nächster Nähe.

Dokumentierte Opfer: UN-Berichte dokumentieren mindestens 458 Opfer, darunter 9 Kinder. Zum 31. Oktober 2022 hatte OHCHR 73 bestätigte Tötungen dokumentiert, weitere 105 wurden untersucht.

Gesammelte Beweise: Satellitenbilder von Maxar Technologies und OSINT-Analysen (Bellingcat) bestätigen, dass während der russischen Besatzung Leichen auf den Straßen lagen. Abgefangene Telefongespräche dokumentieren russische Operationen namens "Zachistka" (Säuberung), die Jagd, Filterung, Folter und Hinrichtung von Zivilisten umfassten.

Zuordnung: Der IStGH eröffnete Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen; Untersuchungen der New York Times identifizieren das russische 234. Luftsturmregiment (76. Garde-Luftsturmdivision) unter Oberstleutnant Artyom Gorodilow als verantwortlich für Hinrichtungen entlang der Yablunska-Straße. EU und USA schrieben russischen Streitkräften die Verantwortung zu.

Zeitleiste: 27. Februar - Besatzung beginnt; 31. März - russischer Rückzug; 2. April - erste Bilder veröffentlicht; 3. April - Massengräber entdeckt; Juni 2022 - UN-Bericht.