Am 5. September 2014 wird in Minsk (Weißrussland) das erste Minsker Protokoll unterzeichnet, um den Krieg im Donbass zu stoppen, der im April 2014 begann.
Teilnehmer: Trilaterales Format (Ukraine, Russland, OSZE) + Vertreter aus Donezk und Luhansk (als "andere Teilnehmer" anerkannt).
Kontext: Nach Krim-Annexion (Februar-März 2014) erklären pro-russische Separatisten im Donbass "Volksrepubliken" Donezk (DNR) und Luhansk (LNR). Ukrainische Armee reagiert. Ende August 2014 marschieren reguläre russische Streitkräfte in Ostukraine ein (Schlacht von Ilowajsk), fügen Ukrainern schwere Verluste zu.
Hauptvereinbarungen:
1. Sofortiger Waffenstillstand
2. OSZE-Überwachung
3. "Alle für alle" Gefangenenaustausch
4. Humanitäre Korridore
5. Abzug ausländischer Söldner und illegaler Waffen
6. Sondergesetz für temporäre Selbstverwaltung in Donezk und Luhansk Regionen
7. Lokale Wahlen
8. Kontrolle Ukraine-Russland Grenze (nach Wahlen)
Scheitern: Waffenstillstand innerhalb von Stunden verletzt. Kämpfe dauern an, besonders um Donezk Flughafen. Im Januar 2015 erobert Separatistenoffensive Flughafen. Minsk I bricht vollständig zusammen.
Warum es scheiterte: Russland respektiert Waffenstillstand nicht, sendet weiterhin Waffen und Truppen. "Wahlen" in Separatistenzonen einseitig organisiert (November 2014), nicht anerkannt von Kiew oder internationaler Gemeinschaft.