Am 12. Februar 2015 wird Minsk II nach 17 Stunden Verhandlungen in Minsk unterzeichnet. Teilnehmer: Merkel, Hollande, Putin, Poroschenko (Normandie-Format).

Kontext: Nach Minsk I Scheitern starten russisch-unterstützte Separatisten im Januar 2015 Massenoffensive. Fall des Donezk Flughafens, Schlacht von Debalzewe. Ukraine riskiert kompletten militärischen Kollaps.

Vereinbarungen (13 Punkte):
1. Waffenstillstand ab 15. Februar 2015
2. Abzug schwerer Waffen (50-140km Linie)
3. OSZE-Überwachung mit vollem Zugang
4. Dialog über Lokalwahlen nach ukrainischem Recht
5. Amnestie für Kombattanten
6. Gefangenenaustausch
7. Humanitäre Hilfe
8. Wiederherstellung Grenzkontrolle (nach Lokalwahlen)
9. Abzug ausländischer Truppen und Söldner
10. Verfassungsreform mit Dezentralisierung (Sonderstatus für Donbass)
11-13. Umsetzungsdetails

Umstrittene Reihenfolge: Kiew will Grenzkontrolle zuerst, dann Wahlen. Russland will Wahlen zuerst, dann Grenze.

Ergebnis: Waffenstillstand teilweise respektiert für Wochen. Kämpfe dauern in Debalzewe bis 18. Februar (Tausende ukrainische Soldaten eingekesselt). Dann "eingefrorener" Krieg bis 2022 mit täglichen Verletzungen. Abkommen nie vollständig umgesetzt.

Kritik: Einige Analytiker argumentieren, Minsk II fror Konflikt ein und gab Russland Zeit, 2022 Invasion vorzubereiten.