Am 29. März 2022, nach einem Monat Krieg, finden direkte Ukraine-Russland Verhandlungen in Istanbul statt. Dies sind die fortgeschrittensten Gespräche seit Invasionsbeginn.
Teilnehmer: Ukrainische (Podolyak, Arachamija) und russische (Medinski) Delegationen. Türkische Anwesenheit (Erdogan) als Vermittler.
Ukrainischer Vorschlag: Permanente Neutralität der Ukraine mit Sicherheitsgarantien von USA, UK, Frankreich, Türkei, Deutschland, Italien, Polen, Kanada. Keine NATO, aber garantierte militärische Hilfe bei Aggression.
Russische Forderungen: Anerkennung der Krim, Unabhängigkeit des Donbass, Entmilitarisierung der Ukraine, keine ausländischen Truppen, keine Militärübungen ohne Zustimmung der Garanten.
Entscheidender Moment: Russland kündigt Reduzierung militärischer Operationen bei Kiew an "um Vertrauen aufzubauen". Am 30. März beginnen russische Truppen Rückzug aus Nordukraine.
Warum sie scheiterten:
- 2. April: Entdeckung des Massakers von Butscha (Hunderte von Russen getötete Zivilisten)
- Ukraine bricht Verhandlungen ab: unmöglich nach Kriegsverbrechen zu verhandeln
- Boris Johnson besucht Kiew (9. April), ermutigt Widerstand
- Entdeckung von Gräueltaten in Irpin, Mariupol
Debatte: Einige argumentieren Abkommen war nah. Andere sagen Russland nutzte Gespräche um Zeit zu gewinnen und Truppen für Donbass-Offensive zu repositionieren.
Nie wieder aufgenommen: Istanbul bleibt letzter ernsthafter Versuch direkter Verhandlungen vor 2025.