Am 22. Juli 2022 wird Abkommen für ukrainischen Getreideexport durch Schwarzes Meer unterzeichnet. UN- und Türkei-Vermittlung.

Problem: Russland blockiert ukrainische Häfen seit 24. Februar, 25 Millionen Tonnen Getreide blockiert. Globale Nahrungsmittelkrise, Preise explodieren. Ukraine ist einer der weltgrößten Getreideexporteure.

Abkommen:
- Öffnung sicherer Seekorridor von 3 ukrainischen Häfen (Odessa, Tschornomorsk, Juschny)
- Gemeinsames Koordinationszentrum in Istanbul (Ukraine, Russland, Türkei, UN)
- Schiffsinspektionen um keine Waffen zu garantieren
- Garantie keine Angriffe auf Schiffe
- Anfangsdauer: 120 Tage, verlängerbar

Betrieb: Vom 1. August 2022 bis 17. Juli 2023 verließen 1.002 Schiffe mit 32,9 Millionen Tonnen Getreide zu 45 Ländern. Globale Lebensmittelpreise fallen 23%.

Ende des Abkommens: 17. Juli 2023, Russland zieht sich einseitig zurück. Angegebene Gründe: "Westen respektiert nicht Teil des Abkommens über russische Düngemittel". Echter Grund: Russland will Getreideblockade als diplomatisches Druckmittel nutzen.

Nach Rückzug:
- Russland greift ukrainische Hafeninfrastruktur mit Raketen an
- Ukraine öffnet einseitigen "humanitären Korridor" (August 2023)
- Exporte reduziert aber fortgesetzt via Donau und Rumänien

Bewertung: Teilerfolg. Verhinderte globale Hungersnot für ein Jahr, aber Russland nutzte Getreide als Waffe.