Am 20. Mai 2023 sendet Papst Franziskus Kardinal Matteo Zuppi auf Friedensmission in die Ukraine. Erste bedeutende diplomatische Initiative des Vatikans seit Kriegsbeginn.
Teilnehmer: Kard. Zuppi (Präsident Italienische Bischofskonferenz), ukrainische und russische Regierungsvertreter.
Reise: Zuppi besucht Kiew (5.-6. Juni), Moskau (28.-29. Juni), Washington (Juli), Peking (September).
Erklärte Ziele:
- Gefangenenaustausch erleichtern
- Rückführung von Russland deportierter Kinder organisieren
- Humanitären Kanal öffnen
- Friedensdialog-Möglichkeiten erkunden
In Kiew: Treffen mit Selenskyj, religiöse Autoritäten, Waisenhausbesuch. Selenskyj schätzt Bemühungen, bekräftigt aber: Frieden nur mit russischem Truppenabzug.
In Moskau: Gespräche mit Lawrow (russischer Außenminister). Russland akzeptiert Dialog über humanitäre Fragen, lehnt aber Diskussion über Truppenabzug ab.
Konkrete Ergebnisse:
- Erleichterte Austausch einiger Gefangener (begrenzte Zahlen)
- Kein Fortschritt bei deportierten Kindern (19.000+ laut Ukraine)
- Keine Annäherung bei politischen Fragen
Bewertung: Humanitäre Mission mit begrenztem Erfolg. Vatikan wahrt Neutralität, aber dies verhindert substanzielle Ergebnisse. Russland nutzt Vatikan-Dialog um offen zu wirken während Krieg weitergeht.