Seit 2023 verzeichnet Europa eine Welle von Vorfällen, die Geheimdienste russischen Hybridoperationen zuschreiben. Der Krieg wird nicht nur in der Ukraine geführt.
Infrastruktur unter Beschuss
Unterwasserkabel und Kommunikation:
- Beschädigung von Internetkabeln in der Ostsee (Oktober 2023, November 2024)
- Russische Schiffe in der Nähe kritischer Unterwasserinfrastruktur gesichtet
- Estlink-2-Kabel zwischen Finnland und Estland beschädigt (Dezember 2024)
Bahnnetzwerke:
- Koordinierte Sabotage des deutschen Bahnnetzes (Oktober 2022)
- Brandstiftung an Bahnhöfen in Frankreich (Juli 2024, vor den Olympischen Spielen)
- Angriffe auf Bahninfrastruktur in Polen und Tschechien
Energiesektor:
- Cyberangriffe auf Stromnetze in mehreren Ländern
- Sabotageversuche an Gaspipelines und LNG-Terminals
Drohnen und Überwachung
Deutschland meldet nicht identifizierte Drohnenflüge über:
- Häfen und Militärinstallationen
- Kritische Industrieanlagen
- NATO-Stützpunkte
Vermutlich russische Drohnen wurden in Rumänien, Polen und Lettland abgeschossen oder sind abgestürzt.
Dokumentierte Operationen
Fälle mit offizieller Zuschreibung oder starken Beweisen:
- Vrbětice (2014): GRU-Sabotage in Tschechien (2021 enthüllt)
- Skripal (2018): Mordversuch mit Novichok in Großbritannien
- Nawalny (2020): Novichok-Vergiftung
- Berliner Mord (2019): FSB-Agent tötet tschetschenischen Dissidenten
- Lagerfeuer (2024): Polen, Deutschland, Großbritannien
Europäische Reaktion
Die EU und NATO haben:
- Überwachung kritischer Infrastruktur verstärkt
- Russische Diplomaten ausgewiesen, die der Spionage verdächtigt werden
- Einheiten geschaffen, die sich der hybriden Kriegsführung widmen
- Geheimdienstkooperation verstärkt
Russlands hybride Kriegsführung zielt darauf ab, Europa zu destabilisieren und die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen, ohne eine direkte militärische Reaktion auszulösen.